Der Brautstrauß in der Gegenwart

Der Brautstrauß in der Gegenwart ist ein sehr wichtiges Accessoire geworden. Wählt die Form und die Farben des Hochzeitsstrauß passend zu Eurer Kleidung. Somit wird das Brautkleid auf sehr romantische Art und Weise umrahmt. Dazu müsst Ihr eurem Liebsten die Farbe und etwas über Eure Kleidung verraten.

Traditionell ist es die Aufgabe des Bräutigams den Brautstrauß zu besorgen. Wer dem Bräutigam aber so wenig wie möglich verraten möchte, kann alternativ seinen Trauzeugen mit dieser Aufgabe betrauen.

Der Hochzeitsstrauß wird der Braut vor oder auch in der Kirche übergeben. Beim gang zum Altar sollte die Braut den Hochzeitsstrauß dann schon haben. Beim Altar angekommen kann die Braut den Brautstrauß zur Obhut einem der Trauzeugen übergeben. So ist sichergestellt das er während der Zeremonie nicht stört. Vor dem Auszug aus der Kirche wird der Strauß der Braut wieder zurückgegeben.

Verschiedene Formen des Hochzeitsstraußes

  • Biedermeier:
    Diese Form ist unter den Brautsträußen der Klassiker schlecht hin! Er ist klein, handlich und kuppelförmig. Die Auswahl der Blumen unterliegt keiner Grenze. Der Stiel des Hochzeitsstraußes wird hübsch mit Krepp oder Tüll umwickelt und kann weiter mit Perlen oder Strass verziert werden.
  • Wasserfall:
    Diese Form des Straußes ähnelt seinen Namen nach einem Wasserfall aus Blüten. Ebenfalls ist die Basis dieses Hochzeitsstrauß rund. Allerdings wird ein Teil der Blumen mit Hilfe von Draht so arrangiert, dass eine abfließende Form entsteht.
  • Tropfen:
    Ein Brautstrauß in Tropfenform ähnelt der Form eines Wasserfallstraußes und wirkt besonders elegant. Die Tropfenform läuft hier im Gegensatz zum Wasserfall am Ende spitz zu.
  • Zepter:
    Eine extravagante Form der Brautsträuße ist die Zepter Form. Neben dem runden bzw. des kugelförmigen Kopfes des Hochzeitstraußes ist der extra lange Stiel das besondere Merkmal. Lange Bänder, Kristalle oder Perlen zieren meistens den Stiel des Straußes.

Die Geschichte des Brautstraußes

Bevor es zu dem Brautstrauß kam, wurde eher ein Rosenkranz von der Braut im Haar getragen. Langsam mit der Zeit etablierten sich kleine Sträuße, diese bestanden vorwiegend aus Kräutern und sollten so böse Geister abhalten.

In der Zeit der Renaissance kamen die Brautsträuße wie man sie Heute kennt zur Verwendung. Auf diese weise war es möglich seinen Reichtum und Wohlstand zu zeigen. Weiterhin herrschte früher in der Kirche dicke Luft was an der exzessiven Verwendung von Weihrauch lag und zum anderen an der damaligen vernachlässigte Körperhygiene.

Damit war der Hochzeitsstrauß in der Renaissance ein reiner Duftstrauß und sollte durch den intensiven und natürlichen Blumenduft die Braut vor der Ohnmacht bewahren.

Traditionell wird der Brautstrauß geworfen

Ähnlich lang wie die Geschichte des Brautstrauß hat dieser eine weitere Bedeutung. Irgendwann versammeln sich während der Hochzeitsfeier alle ledigen Damen im heiratsfähigem Alter. Die Braut stellt sich vor die Menge und wirft den Hochzeitsstrauß rücklings in selbige. Dem Aberglaube zufolge wird die Frau die den Hochzeitsstrauß zuerst fängt auch als nächstes Heiraten.

Diese Tradition ist ungebrochen und sehr beliebt. Obwohl viele Bräute sich nicht mehr von ihrem Brautstrauß trennen möchten. Vielmehr möchte man diesen zur Erinnerung trocknen und aufbewahren. Damit die Tradition weiter lebendig sein kann, ist es möglich einen zweiten Hochzeitsstrauß anfertigen zu lassen. Dieser wird nun geworfen. Mit Sicherheit bereitet es der Fängerin große Freude den Brautstrauß gefangen zu haben.

Alternativen zum Werfen des Brautstrauß

  • Das Roulett:
    Bei dieser Variante wird der Brautstrauß nicht geworfen, sondern auf eine witzige und spielerische Art quasi weiter gegeben. Aber Achtung! Die Braut kommt in die Mitte umgeben von allen nicht verheirateten Frauen und ihr werden die Augen verbunden. Sie sollte nichts mehr sehen können. Damit die Braut sicher die Orientierung verliert wird sie hin und her gedreht. Die Musik beginnt zu spielen und die Frauen bewegen sich um die Braut herum. Hört die Musik auf zu spielen, muss die Braut geradeaus gehen und die Frau die ihr hier gegenübersteht bekommt den Hochzeitsstrauß.
  • Die Verlosung:
    Jede unverheiratet Frau schreibt ihren Namen auf einen Zettel. Die Zettel kommen alle in einen Lostopf oder ein alternativ geeignetes Gefäß. Zu einem späteren Zeitpunkt zieht die Braut einen Zettel aus dem Gefäß und somit steht die glückliche Gewinnerin fest.Eine gute Möglichkeit eine Beschädigung des Brautstraußes durch das Werfen zu verhindern.

Blumenschmuck auf der Hochzeit

Es gibt kaum grenzen für den Brautschmuck heutzutage. Ob das Brautauto, die Kirche, die Kutsche, die Tische und der Festsaal. Blumen bilden einen wichtigen Bestandteil auf einer Hochzeit. Infolgedessen ist es nicht verkehrt vieles mit Blumen auf einer Hochzeit zu schmücken bzw. zu umrahmen.


Quellen und Inspiritation zu diesem Text:

https://www.braut.de/brautstrauss-lexikon-brautstraussformen/
https://www.traumtrauringe.de/ratgeber/brautstrauss-geschichte-entstehung-und-bedeutung/
http://www.verlobung-hochzeit.de/hochzeits-brauch-tradition/brauch42-brautstrauss.php
http://www.djmikehoffmann.de/single-post/2016/01/19/Brautstrausswerfen